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Das Clickertraining mit deinem Welpen

von | 19.Sep.2015 | Mein Welpen Blog, Meinen Welpen gewaltfrei aufziehen, Sanfte Welpenerziehung spielend lernen |

Das Clickertraining auf den Punkt gebracht

Es gibt ein kleines simples Plastikspielzeug, das ein Klick-Geräusch macht, immer, wenn du es zwischen Daumen und Zeigefinger haltend entsprechend seiner Funktion zusammen drückst. Du klickst es dann, wenn dein Welpe genau das richtig macht, was du in einer Trainingseinheit oder in anderen Situationen von ihm willst. Darauf erhält er gleich noch von dir eine kleine Hundeleckerei als Belohnung. Das ist wichtig. Jetzt könntest du fragen, welcher Punkt hierbei die wichtigste Rolle spielt? Du erfährst in diesem Beitrag, wie Klicker-Training funktioniert und warum es sich lohnt, ein so einfaches Plastikspielzeug bei der Ausbildung deines Welpen zu nutzen.

Wie funktioniert die Arbeit mit dem Clicker-Training?

Doch zunächst etwas Wissenschaftliches darüber kurz voraus geschickt. Keine Sorge, es tut nicht weh. Man hat festgestellt, dass über die Klicker-Methode Tiere im Allgemeinen durch Verknüpfung von Zusammenhängen gewisse Verhaltensweisen lernen. Der Klicker-Ton allein bedeutet zunächst nichts, wenn man ihn mit dem kleinen Ding betätigt, ohne dass etwas daraufhin folgt. Wenn zum Beispiel Hunde aber merken, dass sie nach jedem Klick ein Leckerli von dir erhalten, dann beginnen sie, ihre Aufmerksamkeit auf dieses Geräusch zu richten. Der Zusammenhang ist für sie damit gegeben. Technisch gesehen ist Futter oder Nahrung der sogenannte Hauptverstärker, was bedeutet, dass Lebewesen nicht erst lernen müssen, Nahrung im Allgemeinen zu mögen. Sie brauchen sie ganz einfach um zu überleben. Daher ist das Mögen nach einer ganz bestimmten Nahrung im Bedarf bereits eingeschlossen. Das Verhalten verstärkt sich über diesen Verstärker durch das zunehmende Verlangen nach dem besonders leckeren Futter, das vom natürlich Empfänger sehr geschätzt wird. Kommen wir zurück zu deinem kleinen Welpen. Stell dir vor, du sprichst deinen Hund mit seinem Namen an. Du klickst sofort, wenn  er zu dir schaut. Er hat nun seine Belohnung dafür verdient, die du ihm auch gleich gibst. Deine Handlung verstärkt zunehmend sein „Zu-dir-Herschauen“. Es könnte deine erste Übung mit ihm sein. Die amerikanische Hundetrainerin Kathy Sdao hat positive Verstärkung mit Gewichtheben gleichgesetzt: Je mehr geübt wird, desto stärker werden die Muskeln. Je mehr du also ein gewünschtes Verhalten stärkst, desto wahrscheinlicher wird es, dass dein Welpe sein Verhalten immer besser umsetzt. In dem folgenden einfachen Beispiel wird dir nun klar werden, dass wenn dein Hund sich setzt, nachdem du ihn dazu aufgefordert hast. Bekommt er daraufhin von dir etwas Feines zur Belohnung, so wird er sehr wahrscheinlich immer wieder „Sitz“ machen, solange er deine Belohnung erhalten wird.

Warum funktioniert die Arbeit mit dem Klicker-Training?

Zunächst einmal hebt sich der Klick von allen anderen Geräuschen ab, die der Hund wahrnimmt. Daher kommuniziert der Klick eindeutig. Zwar ist dein Welpe nicht in der Lage mehreren Wörter oder gar ganze Sätze von dir zu verstehen, aber sehr wohl mit dir zu kommunizieren. Bei uns Menschen hat man das Gefühl, dass wir mit dem Reden nicht aufhören können. Das Ergebnis bei ganzen Sätzen ist, dass es für Hunde total unverständlich und bedeutungslos ist, was wir da von uns geben. Sie lernen aber einfache Wörter wie „Steh“ und „Fuß“ und nehmen im selben Augenblick zunächst den Ton unserer Stimme wahr und dann registrieren sie auch unsere Körpersprache. Im Allgemeinen aber wissen Hunde, unser Gerede zu ignorieren. Nur genau das wird zu einem Problem für uns, um ihnen Wörter und mit ihnen Kommandos beizubringen. Beim Klicker-Training allerdings hört dein Welpe während seiner ersten Trainingsstunde ein Klicken. Und weil dieser Ton im Vergleich zu anderen Tönen für ihn ungewohnt ist, nimmt er ihn daher auch sehr viel mehr wahr. Und dazu begreift er sehr schnell die Vorzüge dabei. Über den Klicker-Ton erhält er zuverlässige Informationen, die für ihn wichtig sind.

Das Klickern ist verständlich und präzise.

Weiterhin ist es vom Ton her immer derselbe. Im Gegensatz zur menschlichen Stimme hört es sich für den Hund unbeeinflusst weder zu hell noch zu dunkel, noch zu schnell oder zu langsam an. Das ist wichtig, weil sich Hunde in der Regel schnell bewegen. Mit einem Klick im richtigen Augenblick bekommst du von deinem Welpen genau das Verhalten, was du über die trainierte Verstärkung von ihm möchtest. Wenn du ihm dagegen ohne zusätzliche Belohnung immer nur „Guter Hund“ sagst, so wird sein gewünschtes Verhalten mit der Zeit abstumpfen und irgendwann hört er nicht mehr darauf.

Klickern macht das Trainieren mit deinem Welpen spielend leicht.

Du hast jetzt gelernt, dass das Klickern für dich eine große Hilfe dafür ist, mit deinem Welpen klar und verständlich zu kommunizieren. Mit ein wenig Übung kannst du ihm recht einfach weiter geben, das er wissen und befolgen sollte. Dabei ist nicht zu unterschätzen, wie viel Spaß es macht mit einem Hund zu arbeiten, der eifrig mit dabei ist, seine Übungen zu meistern. Wenn ich betone „mit einem Hund zu arbeiten“, dann meine ich dabei, dass es ein „mit ihm zu spielen“ ist. Viele erfahrene Klicker-Trainer glauben, dass ihre Hunde dabei versuchen, sogar in diesem Training zu experimentieren. Sie möchten herauszufinden, was ein verändertes Verhalten an Belohnung für sie dabei heraus springt. Manche Trainer sind in der Lage, ihren Hunden komplizierte Tänze mit präzisen Manövern im Hundesport beizubringen (Dogdance siehe diesen Video-Clip dazu).

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